fotografie als kommunikation - das wird mir immer deutlicher - ist das, was mich interessiert. nicht der stil einer art von retusche, nicht das konzept einer bestimmten denke, auch nicht ein bestimmtes thema, so abstrakt es auch sei ( in meinem fall das artifizielle) sind mein ding, nein, es ist die fotografie als kommunikation: welche anforderungen stellt das issue, das feld, das thema und wie möchte ich es umsetzen?
hier schlägt sich eindeutig mein studium der gesellschafts- und wirtschaftskommunikation an der universität der künste nieder... und tut mir und meinen arbeiten so gut. ich begann dieses studium als mir die fotografie als fotografie nicht mehr ausreichte. ich wollte zu meiner praxis die zugrunde liegende theorie und das ist mir gelungen. ich bin froh, nicht ein studium der freien kunst gewählt zu haben... ich bezweifle das es mir als fotograf die notwendige theorie abseits des klassisch-historischen bezugs vermittelt hätte.
fotografie gedacht als kommunikation... das thema als der anlass des fotografischen als auch das fotografische als medium selbst als thema, beides findet sich in meinen arbeiten wieder.
das es mich hierbei inhaltlich zum portrait verschlagen hat, verwundert mich mittlerweile nicht mehr. der fotograf als beobachter, passiv, nicht aktiv... diese beobachterposition war schon mein fall lange bevor ich die fotografie als werkzeug erfasste. das portrait bietet mir hierbei als beobachter neben der reportage die meisten optionen, meine freude am beobachten zu stillen... menschen zu portraitieren bedeutet etwas von ihnen aufzunehmen, zu erkennen und in den portraits herauszuarbeiten und es fotografisch mitzuteilen. das macht für mich den unterschied: nicht etwas festzuhalten, d.h. zu dokumentieren, sondern mittels der fotografie etwas mitzuteilen.
_mischa